Montag, 8. September 2014

Die Ängste der Deutschen 2014

Die Deutschen sind 2014 so entspannt wie lange nicht mehr. Nie zuvor in der R+V-Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen" befürchteten so wenige Bundesbürger, dass es mit der Wirtschaft bergab geht und die Arbeitslosenzahlen steigen.

"Am meisten Sorgen machen sich die Bundesbürger ums Geld, die Umwelt und ihre eigene Gesundheit", so Rita Jakli, Leiterin des R+V-Infocenters. "Die Mehrheit der Deutschen befürchtet, dass die Euro-Schuldenkrise die Steuerzahler teuer zu stehen kommt und die Lebenshaltungskosten weiter steigen."

Die Hauptthemen der deutschen Bundesbürger waren in diesem Jahr:
  • Deutsche im Stimmungshoch - aber weiterhin Angst ums Geld, die Umwelt und die Gesundheit
  • Mehrheit befürchtet hohe Kosten der Euro-Schuldenkrise
  • Große Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten
  • Große Angst vor Naturkatastrophen - jedoch Bewusstsein für eigenes Risiko gering
  • Auf fremde Hilfe angewiesen: Pflegerisiko im Alter schreckt die Deutschen
  • Wirtschaftlich-politische Sorgen auf Rekordtief
Aus der Studie wurden zwei besondere Themen aus dem Versicherungsbereich abgeleitet: Umweltereignisse/Elementarschäden und Pflegevorsorge.

Große Angst vor Naturkatastrophen – Bewusstsein für eigenes Risiko gering

Überschwemmungen durch Starkregen, Hagel, Stürme: Nach dem verheerenden Unwetterjahr 2013 vergeht auch in diesem Jahr kaum ein Monat ohne schwere Unwetterschäden. Mit 51 Prozent (Vorjahr: 56 Prozent) liegt die Furcht vor zunehmenden Naturkatastrophen wie im vergangenen Jahr auf Platz 2 der Ängste-Skala – dieses Jahr gleichauf mit der Angst vor Pflegebedürftigkeit. Erstaunlich: Trotz der großen Angst vor Naturkatastrophen befürchtet nur knapp jeder fünfte Bundesbürger (19 Prozent), dass sein eigenes Haus durch Hochwasser, Hagel oder Sturm schwer beschädigt werden könnte. Das zeigt eine Sonderbefragung der diesjährigen Ängste-Studie. Offensichtlich sind sich die meisten Bundesbürger des hohen Unwetterrisikos durchaus bewusst, hoffen aber, dass sie und ihr Eigentum verschont bleiben.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es jeden Haushalt treffen kann. Insbesondere die sogenannten Rückstau-Schäden nehmen meiner Wahrnehmung nach deutlich zu. Hier kommt es bei starken Regenfällen dazu, dass die Kanalisation das eigene Abwasser (Regenwasser + häusliche Abwasser) nicht mehr aufnehmen kann. Dann staut sich dieses, bis s letztendlich an dem tiefsten Punkt im Haus wieder austriff (Toiletten, Dusche, Badewanne). Hier entstehen erhebliche Schäden - auch in der Elementarzone 1. Bitte informieren Sie sich unbedingt bei Ihrer Versicherung über den Einschluss von Elementarschäden in Ihrer Wohngebäudeversicherung sowie in Ihrer Hausratversicherung.

Auf fremde Hilfe angewiesen: Pflegerisiko im Alter schreckt die Deutschen

Rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es inzwischen in Deutschland – Tendenz steigend. Dementsprechend hoch ist auch die Besorgnis der Deutschen, im Alter anderen als Pflegefall zur Last zu fallen. Mit 51 Prozent liegt dieses Thema im Ranking der langjährig abgefragten Ängste gemeinsam mit der Furcht vor Naturkatastrophen auf Platz 2 (Vorjahr: Rang 3). Frauen (58 Prozent) sind in dieser Frage wesentlich besorgter als Männer (45 Prozent). „Frauen haben aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung ein viel größeres Pflegerisiko“, sagte Rita Jakli. „Außerdem tragen sie bei der häuslichen Pflege in der Regel die Hauptlast und wissen deshalb, wie nervenaufreibend und kostspielig die Situation ist.“ Und so verwundert es kaum, dass Frauen mit 54 Prozent auch vor einer schweren Erkrankung mehr Angst haben als Männer (40 Prozent).


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